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Gastfreundschaft in der tschetschenischen Kultur

Bereitgestellt von am Monday, 7 October 2013.    439 views Kein Kommentar
Gastfreundschaft in der tschetschenischen Kultur

Eine Legende besagt, dass die Vorfahren der Tschetschenen ÔÇô Nochtschuo ÔÇô mit einem St├╝ck Eisen in der einen und einem St├╝ck K├Ąse in der anderen Hand geboren wurden. ÔÇťAnmut verweilt selten an unbesuchten OrtenÔÇŁ, ÔÇťein Gast bringt FreudeÔÇŁ, ÔÇťje l├Ąnger der Weg das Gastes zu deinem Haus, desto mehr Respekt schuldest du ihm…ÔÇŁ. Viele Redewendungen, Legenden und Fabeln behandeln das heilige Gesetz der Gastfreundschaft.

Die Dorfbewohner sind ├Ąu├čerst gastfreundlich. Jede Familie auf dem Land hat einen eigens daf├╝r eingerichteten G├Ąsteraum, der immer sauber ist, mit sauberer Bettw├Ąsche, kurz gefasst, bereit f├╝r G├Ąste. Keiner benutzt diesen Raum. Selbst Kindern ist es untersagt, in diesem Zimmer zu spielen oder Sonstiges. Jede Familie muss stets bereit sein, eine Mahlzeit zu servieren. Tschetschenen pflegen es, einen bestimmten Vorrat f├╝r diese Zwecke aufzubewahren

In den ersten drei Tagen seines Besuchs werden ├╝ber den Gast keine Fragen gestellt… Er ist ein privilegiertes Mitglied der Familie. In den alten Tagen halfen sogar die Tochter oder Schwiegertochter des Familienoberhaupts dem Gast dabei, seine Schuhe und seinen ├ťbermantel auszuziehen. Der Gast genie├čt einen warmen Empfang zu Mahlzeiten. Ein Tschetschene muss sein eigenes Leben riskieren, um das Leben, die Ehre und das Eigentum des Gasts zu besch├╝tzen. Das ist eines der Grundregeln der tschetschenischen Gastfreundschaft.

Der tschetschenische Verhaltenskodex besagt, dass der Gast der Familie, bei welcher er ├╝bernachtet, keine Bezahlung anbieten soll. Der Gast mag aber gleichwohl die Kinder der Familie beschenken.

Die altert├╝mlichen Regeln der Gastfreundschaft wurden, ungeachtet aller Umst├Ąnde, befolgt. Jeder gute Mann, unabh├Ąngig von seinen ethnischen Wurzeln, verdiente sich einen warmen Empfang.

Es gibt eine direkte Verbindung zwischen der Gastfreundschaft und den Begr├╝├čungen. Um jemanden zu begr├╝├čen, ├Âffnet der Tschetschene seine Arme, welches sein Herz enth├╝llt und somit zeigt, dass er weder b├Âse Absichten hat noch derartiges plant.

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