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Offener Brief : “Leiter des Landeskriminalamtes Berlin”

Bereitgestellt von am Sunday, 26 January 2020.    12 views Kein Kommentar
Offener Brief : “Leiter des Landeskriminalamtes Berlin”

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E-mail: d-k-g@gmx.net | Internet: www.d-k-g.de


 Rufmord – Offener Brief an Herrn Christian Steiof,

Leiter des Landeskriminalamtes Berlin

                                                                                                                         Berlin, 16. Januar 2020

Sehr geehrter Herr Steiof,

hiermit protestiere ich im Namen der oben genannten Organsiation und der in Deutschland lebenden Tschetschenen entschieden gegen das Vorgehen Ihrer Beh├Ârde, gegen die unverh├Ąltnism├Ą├če Anwendung von Gewalt, gegen die Desinformation der ├ľffentlichkeit und die Verleumdung tschetschenischer Fl├╝chtlinge.

Am fr├╝hen Morgen des 14. Januar 2020 gingen Berliner Beamten in unangemessener Form gegen tschetschenische Familien vor. Obwohl Herr B., dem beim Verlassen des Hauses bereits Handschellen angelegt worden waren, darum bat, an der T├╝r zu klingeln und seine Ehefrau und die Kinder von 2 und 4 Jahren nicht zu erschrecken, brachen die Beamten die T├╝r auf, drangen mit angelegten Waffen gewaltsam in die Wohnung ein. Sie haben sich weder ausgewiesen, noch einen Durchsuchungsbefehl vorgelegt. Bei der Familie D. wurde die T├╝r mit einem Sprengsatz gesprengt, bei der Explosion flogen die Splitter bis an das Ende des inneren Flures. Dabei h├Ątten die Ehefrau und die beiden kleinen Kinder erheblich verletzt werden k├Ânnen. Die Ehefrauen h├Ątten selbstverst├Ąndlich die T├╝ren ge├Âffnet. Im ├╝brigen wusste die Polizei nach wochenlanger Beobachtung, dass sich in der Wohnung nur die Familien befanden.

Wir protestieren dagegen, dass die Beamten von einem TV-Team und Journalisten begleitet wurden und in der Presse das Vorgehen gegen angeblich islamistische tschetschenische Gef├Ąhrder breit dargestellt wurde, obwohl es sich lediglich um wage Vermutungen handelte und der Tatverdacht nicht best├Ątigt wurde. Herr B. wurde fotografiert und gefilmt, als er wie ein Verbrecher in Handschellen abgef├╝hrt wurde, kurze Zeit sp├Ąter wieder frei gelassen. Die Presse wurde falsch informiert, Hieb- und Stichwaffen in den Beschlagnahmungsprotokollen nicht aufgef├╝hrt.

Im ├╝brigen kannte das LKA seit dem 21. 9. 2019 das Video, in dem angeblich die Neue Synagoge ausgesp├Ąht wurde. Ich habe das Video gesehen, darin f├Ąhrt Herr B. mit dem Auto durch eine Berliner Stra├če, h├Ąlt das Handy aus dem Fenster und filmt beim Vorbeifahren die H├Ąuser, um seinem Freund einen Eindruck von Berlin zu schicken. Dass er an eine Synagoge vorbei fuhr, war ihm nicht bewusst. Sie ist ├╝brigens auf Postkarten und hunderten Fotos im Internet viel besser zu sehen, als auf dem Video aus dem vorbeifahrenden Auto!

Es entsteht der Eindruck, als handele es sich bei der Aktion gegen tschetschenische Familien um eine Propagandaaktion wie im Oktober 2016 in Th├╝ringen. Damals war die GSG9 in ├Ąhnlicher Form gegen 13  unbedarfte Familien vorgegangen. Die gro├č in den Medien verbreiteten Verdachtsmomente hatten sich nicht best├Ątigt, ein Dementi gab es nicht.

Seit den Tschetschenienkriegen hat es Russland geschafft, in Europa die Tschetschenen als Islamisten und Terroristen zu verankern. Tschetschenen werden bereits als Terroristen geboren, man sollte sie, so Putin, in den Toiletten ers├Ąufen! M├╝ssen wir diese Propaganda unterst├╝tzen?

Das Vorgehen der Berliner Polizei, das nun ├╝berall im Netz verbreitet wird und das an eine PA-Ma├čnahme der neuen Abteilung f├╝r Islamismus Bek├Ąmpfung denken l├Ąsst, beeintr├Ąchtigt in hohem Ma├če das Vertrauen der Fl├╝chtlinge in unseren Staat. Dieses Vertrauen ist die Voraussetzung zu ihrer Integration, an der wir ein Interesse haben sollten.

Ekkehard Maa├č, Vorsitzender

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