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Kommentar zum Artikel “Russland: Blutbad nach Bombenserie in U-Bahn”

Bereitgestellt von am Thursday, 6 April 2017.    3 views Kein Kommentar
Kommentar zum Artikel “Russland: Blutbad nach Bombenserie in U-Bahn”
Kommentar zum Artikel “Russland: Blutbad nach Bombenserie in U-Bahn”, Dienstag, 4.April 2017, erschienen in der Kronen Zeitung.

Wenn nicht die Tschetschenen, wer sonst?

In Russland wurde ein Terrorakt ausgef├╝hrt, welcher zehn Todesopfer und 50 Verletzte brachte. Zu der Zeit befand sich der Pr├Ąsident auch in St. Petersburg. Was ein Zufall. Gut, dass Wladimir Putin nicht mit der U-Bahn f├Ąhrt. Jetzt wird nat├╝rlich ein T├Ąter bzw. S├╝ndenbock gesucht. Die Medien suchen am intensivsten. Wo soll man am besten anfangen zu suchen? Genau! Im Kaukasus. Die Menschen brauchen einen Schuldigen, sie wollen das Gef├╝hl haben sicher zu sein, das Gef├╝hl haben, dass die Polizei eine sichere Spur verfolgt. Ist verst├Ąndlich. Sollte f├╝r Russland eigentlich kein Problem darstellen. Spionage, Manipulation und ├ťberwachung, das sind ihre besten Eigenschaften.Die Kamera in der U-Bahn-Station hat nat├╝rlich nichts Brauchbares aufgezeichnet. Wieso sollte sie auch, k├Ânnte ja sein, dass es kein Tschetschene oder einer aus Dagestan war. M├Âglicherweise war es keiner aus dem Kaukasus. Vielleicht war es ja ein russischer Putin-Gegner, namens Ivan, Alexander oder Sergej. Wer wei├č? Genau darum geht es. Man will die Menschen etwas glauben lassen, was meistens nicht der Wahrheit entspricht. Um dann die Wahrheit zu vertuschen, in Russland zumindest, l├Ąuft das so. Seit Jahrhunderten gibt es Auseinandersetzungen zwischen Russland und Tschetschenien, daher der gegenseitige Hass. Derzeit k├Ânnte man dies auch eine Hass-Liebe nennen, da der Pr├Ąsident Putin eine enge Freundschaft zum Tschetschenischen Pr├Ąsidenten, welcher auch gern das Gesicht von Putin auf seiner Kleidung tr├Ągt, pflegt. F├╝r diese Aussage werde ich hoffentlich nicht verfolgt.

Ohne jeglichen Beweis geht man automatisch davon aus, dass jedes Verbrechen, welches hier in ├ľsterreich stattfindet oder vor allem in Russland, von den Tschetschenen ver├╝bt wird. Wem haben wir das zu verdanken? Genau! Den Medien. Die Medien m├╝ssen Lesestoff bieten, die beliebteste “Marke” derzeit ist nun mal “Tschetschene”. Dass es schwarze Schafe unter diesem Volk gibt, will ich gar nicht leugnen. Das gesamte Volk wird jedoch auf eine Stufe gestellt, aufgrund von ein oder zwei Personen werden Vorurteile verbreitet, wie zum Bespiel, dass jeder von Ihnen Kriminell veranlagt ist. Das ist n├Ąmlich die Botschaft, die jene Medien r├╝berbringen. Die Heute Zeitung, ├ľsterreich Zeitung, mittlerweile auch die Kronen Zeitung ist so verzweifelt, dass sie jede Art von Information, ver├Âffentlicht. Bisher dachte ich, dass Zeitungsartikel objektiv sein m├╝ssen. Mittlerweile ist mir klar, Geld ist wichtiger als die Wahrheit oder die Objektivit├Ąt. Wieviel zahlt Russland, damit ihr “die Tschetschenen waren es”, in eure Zeitungen druckt?

Zusammenfassend m├Âchte ich sagen, dass egal was die Medien ├╝ber uns zu wissen scheinen, sie wissen gar nichts. Ihr kennt uns nicht. Dank euch will uns auch keiner mehr kennen. Gro├čen Dank daf├╝r! Die ├ľsterreichischen Leserinnen und Leser denken sich nach jedem kriminellen Akt, der in den Zeitungen abgedruckt wird mit der ├ťberschrift “Vermutlich Tschetschene”,: “Wenn nicht die Tschetschenen, wer sonst?”. Damals als man von dem Terrorakt am Weihnachtsmarkt in Berlin berichtet hat, hat die ├ľsterreichische Zeitung sofort die Tschetschenen beschuldigt, nach dem sich herausgestellt hatte, dass das eine Falschmeldung war, folgte keine Entschuldigung. Wie es sich geh├Ârt h├Ątte.

So wie wir zurzeit dargestellt werden, wird es einige Zeit brauchen, den Menschen in ├ľsterreich zu zeigen, dass wir gebildete, nette und h├Âfliche Menschen unter uns haben. Die meisten Tschetschenen die in ├ľsterreich leben, hatten niemals etwas mit Terror oder Kriminalit├Ąt zu tun und werden es auch nie, da der Gro├čteil von uns jegliche Art von Gewalt ablehnt. Lernt uns kennen, bevor ihr eure Vorurteile f├Ąllt und uns alle mit Terroristen gleichstellt.

Tschetschenischer Kulturverein Ichkeria
Heda Ishanova, Studentin (WU)

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