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Die Geschichte der Gräber der Großeltern

Bereitgestellt von am Tuesday, 22 August 2017.    93 views Kein Kommentar
Die Geschichte der Gräber der Großeltern
Zwischen November 1943 und Dezember 1944, als von der deutschen Wehrmacht schon keine Gefahr mehr ausging, ließen Stalin die Krimtataren, die Kalmücken und die Kaukasusvölker der Tschetschenen, Inguschen, Karatschaier, Balkaren und Mescheten nach Mittelasien deportieren. Zehntausende Lastwagen und Güterwaggons, 100.000 NKWD-Soldaten und drei Armeen der Landstreitkräfte wurden dafür, trotz des »Großen Vaterländischen Krieges«, in den Kaukasus geschickt. Eine Untersuchungskommission des NKWD hatte im Oktober 1943 die Region bereist und war zum Schluss gekommen, dass Tschetschenen und Inguschen religiöse Fanatiker und Banditen und eine ständige Bedrohung für die sowjetische Ordnung seien. Als Begründung für die Deportation wurde ihnen eine Kollaboration mit dem faschistischem Feind unterstellt.

Die Namen der jeweiligen Territorien wurden umbenannt und die Grenzen neu gezogen, während die einzelnen Ethnien in Zügen ins ferne Zentralasien, nach Kasachstan und Kirgistan, gebracht wurden. Teile der tschetscheno-inguischen Republik wurde den Nachbarvölkern, den Osseten, Dagestanern sowie Georgier zugeschlagen und der Rest bildete die Oblast Grosny. Die ethnisch gesäuberten Territorien wurden mit Menschen aus den Nachbargebieten, aber auch aus dem inneren Russlands und der Ukraine besiedelt. Der sowjetische Staat veranlasste die Änderung von Straßen und Ortsnamen, er ließ Denkmäler und Archive zerstören, Bücher aus Bibliotheken wegschaffen und Einträge zu diesen Völkern aus der Großen Sowjetischen Enzyklopädie löschen. Alle Denkmäler zu Ehren von Bürgerkriegshelden wurden vernichtet. In Grosny beseitigten die Behörden das 1923 eingeweihte Monument zu Ehren des »ersten Kommunisten« Tschetscheniens Aslanbek Seripovs. Jede Erinnerung an diese Völker sollte getilgt, ihr Beitrag im Bürgerkrieg und beim Aufbau des Sozialismus negiert werden. Dagegen wurde nun das Denkmal an den zaristischen General Alexei Jermolow in Grosny wieder aufgestellt, das in der frühen Sowjetzeit entfernt worden war. Ihm wird der Satz zugeschrieben: »Ich habe keine Ruhe, solange noch ein einziger Tschetschene am Leben ist!«

Selbst die Gräber von Tschetschenen und Inguschen wurden systematisch zerstört und die Steine für den Bau von Häuser benutzt, denn niemand sollt den Namen dieser Völker mehr nennen oder sie kennen. Vergessen auf Befehl?

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde, während der kurzen Periode der Freiheit unter der Herrschaft des Präsidenten Dschochar Dudajew über die tschetschenische Republik Itschkeria, der Gedenktag der Deportation nicht nur als Trauertag, sondern auch als Tag der Einigung und Wiederbelebung erinnert. In den frühen 1990er Jahren wurde im Zentrum von Grosny ein Denkmal errichtet, das den Opfern stalinistischer Repressionen gewidmet war. Dieses Denkmal bestand ausschließlich aus alten Grabsteinen, die in sowjetischen Zeiten missbraucht wurden, um Häuser, Brücken oder Straßen zu bauen. Es stellt die Hand eines Mannes dar, der einen Kindschal hält und ihn Richtung Himmel hält, mit der tschetschenischen Inschrift, Dukhur dats! Dölkhur dats! Dits a diir dats! (Wir werden nicht brechen, wir werden nicht weinen, wir werden es nicht vergessen!).

Der Historiker Jeronim Perovic beschreibt in seinem Werk »Der Nordkaukasus unter russischer Herrschaft – Geschichte einer Vielvölkerregion zwischen Rebellion und Anpassung« wie Ramsan Kadyrow, der die Republik seit 2007 mit eiserner Hand und von Russlands Gnaden regiert, zwar die Tragödie der Deportation nie offen abstreitet aber vermeidet, bei der Frage nach der Schuld und Verantwortung konkrete Gründe oder Personen zu nennen: So meinte Kadyrow in einer Ansprache an die Bevölkerung im Rahmen des neuen von ihm eingeführten »Tages der Erinnerung und der Scham der Völker Tschetscheniens« am 10. Mai 2011: »Es ist bekannt, dass es immer irgendwelche Leute sind, die durch Fehler oder vorsätzliches Handeln Verantwortung für eine solche Volkstrauer tragen. Uns geht es heute aber nicht darum, irgendwelche Namen zu nennen.« Am Gedenken an die Deportation hält zwar Kadyrow nominell fest, doch hat er im Frühjahr 2011 kurzerhand angeordnet, das Datum vom 23. Februar auf den 10. Mai zu verschieben. Neu soll der Deportation im Rahmen eines allgemeinen »Tags der Erinnerung und der Scham der Völker Tschetscheniens« gedacht werden. Erinnert werden soll an diesem Tag aber nicht nur das Leid der Tschetschenen, sondern vor allem Kadyrows am 9.Mai 2004 ermordeten Vater, Achmat Kadyrow. Dieser bekämpfte wie alle Tschetschenen im ersten Krieg zunächst die föderalen Truppen, wechselte aber die Seite, um dann von Moskau als Oberhaupt von Tschetschenien eingesetzt zu werden. In dieser Leseart beginnt die Geschichte Tschetscheniens als autonome Republik nicht mit Dschochar Dudajew, sondern mit Achmat Kadyrow. Weil dessen Todestag mit dem nationalen Feiertag vom 9. Mai, dem »Tag des Sieges über den Faschismus« kollidierte, ordnete Ramzan an, den Gedenktag auf den 10. Mai zu verlegen. Mit seinem Entscheid knüpft Kadyrow im Grunde genommen an sowjetische Auffassungen von Völkerfreundschaft an, wie sie gegenwärtig auch von der Kremlführung zelebriert werden. Dies mag im Sinne eines Bestrebens zu verstehen sein. Die jüngsten geschichtlichen Entwicklungen haben aber gerade im Fall von Tschetschenien gezeigt, welch großes Konfliktpotenzial solche politisch motivierten Auslegungen der Geschichte in sich bergen. Denn die Geschichte ist damit noch immer nicht aufgearbeitet. Sie ist nicht vergessen – und nicht abgeschlossen.

Bereits im Jahr 2008 versuchte Ramsan Kadyrow, die Vergangenheit umzuschreiben, indem er das Denkmal von Dschochar Dudajew, das 1992 für die Opfer von Stalins Deportation im Jahre 1944 gebaut wurde, zu einer Müllhalde verlegen wollte. Shahman Akbulatow sagte gegenüber dem kaukasischen Knoten, dass die Behauptung dieses Denkmal würde nicht in einen bestimmten Masterplan für die Wiederherstellung der Stadt passen, diene nur als Begründung zu Beseitigung und sei sehr weit hergeholt, respektive entspräche nicht der Realität. Der Versuch, die Vergangenheit zu verändern scheiterte unter anderem an dem politischen Protest und der öffentlichen Empörung im Umgang mit den Ahnen und Aardakh. Die Menschenrechtsaktivistin Natalia Estemirova spielte eine bedeutende Rolle bei diesen Protesten und es war unter anderem ihrem Einsatz zu verdanken, dass es zu einer Erhaltung der Gräber kam. Ein Jahr später wurde Sie in Grosny entführt und man fand ihre Leiche wenige Tage später in der Nähe von Nasran[1].

Der Kaukasuskorrespondent Manfred Quiring beschrieb die Beerdigung von Natalia Estemirova an der er persönlich teilnahm: Grosny – Es ist die absolute Endgültigkeit, dieses »Nie wieder« das Lana immer noch nicht so recht begreifen kann. Die 15-jährige Tschetschenin ahnt es mehr, als dass sie es weiß: »Von jetzt an wird in meinem Leben immer etwas fehlen, nie mehr wird es so sein, wie es einmal war.« Lana, den Kopf mit einem schwarzen Tuch verhüllt, trauert um ihre ermordete Mutter, die tschetschenische Bürgerrechtlerin Natascha Estemirowa. (…) Tränen hat Lana kaum noch in ihrer Trauer über den unersetzlichen Verlust, den sie erlitten hat. Es ist Donnerstag, der Tag, an dem die Tschetschenen traditionell ihre Totenfeier, den Sach, begehen. »Natürlich wusste ich, dass meine Mutter irgendwann sterben würde« sagt Lana, ein kluges, schmales Mädchen, dem die durchlittenen Leiden der vergangenen Tage ins Gesicht geschrieben stehen. »Aber doch nicht schon jetzt!« Ein leiser Satz, der klingt wie ein Schrei. »Ich hatte mir immer vorgestellt, dass meine Mutter ein langes, gutes Leben im Kreise ihrer Enkel führen wird« sagt die 15-Jährige. (…) Natascha, die eigentlich Lehrerin war, hatte sich immer als Anwältin der Verfolgten verstanden, ihnen geholfen, sich für sie eingesetzt. Dabei war sie regelmäßig mit den Leuten von Präsident Ramsan Kadyrow zusammengestoßen. Kadyrow hasste sie dafür, ihre Landsleute liebten sie. »Sie war das Herz, das Hirn der Organisation« erinnert sich eine Freundin. »Der Flur bei ihr war immer voller Hilfsbedürftiger, aber alle wollten nur mit ihr sprechen, ihr haben sie vertraut.«

Während Kadyrow seine Macht nach der Eliminierung von Natascha Estemirowa, Sarema Sadulajewa, Alik Umar Dschabrailow und Stanislaw Markelow unter der Schirmherrschaft seines Patrons Putin ausbaute, zerlegte er ebenfalls Schritt für Schritt das Denkmal zum Andenken an Aardakh. Im Jahr 2010 wurde es gänzlich umzäunt und wurde dadurch nicht nur unzugänglich, sondern auch unsichtbar von außen. Im Frühjahr 2011 befahl Kadyrow, das Datum des Gedenktags vom 23. Februar auf den 10. Mai zu verschieben und begann, den Fokus von der Deportation auf das »Unsterbliche Regiment« und die »unzerstörbare Völkerfreundschaft« zu verlagern, wie sie während des Stalinismus propagiert wurde und den Krieg als »gemeinsame Angelegenheit aller Arbeiter ohne Unterschiede in der Nationalität oder religiösen Zugehörigkeit« stilisierte.

Im Februar 2014 wurde das Denkmal, das 1992 für die Opfer von Stalins Deportation im Jahre 1944 gebaut wurde, auf Anliegen von Kadyrov »renoviert und restauriert«. Verschiedene Churty (Grabsteine) wurden dabei beschädigt oder zerstört, um Platz für das Denkmal für Kadyrovs Vater zu schaffen, der am 9. Mai 2004 ermordet wurde. Die Grabsteine aus den Friedhöfen, die nach der Deportation entweiht wurden, welche die Tschetschenen in den 90er Jahren aus der ganzen Republik in die Gedenkstätte gebracht hatten, wurden in einen Komplex mit ganz anderer Bedeutung verlegt. Letzterer ist den russischen Polizisten gewidmet, die im Nordkaukasus getötet wurden und befindet sich an der Stelle, an der die Akhmad Kadyrov Avenue zur Putin Avenue führt.

Nicht nur wurde dieses Denkmal beseitigt – ein Viehwagen, als Symbol der Deportation, welcher nur wenige Monate vorher installiert wurde, war ebenfalls auf einmal verschwunden. Im selben Monat kam Ruslan Kutayev wegen angeblichen Drogenbesitzes hinter Gitter. Dies geschah, nachdem er eine Konferenz zum siebzigsten Jahrestag der von Stalin beauftragten Deportation der Nordkaukasier organisiert hatte. Der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrov war über die Abhaltung dieser Konferenz nicht glücklich. Nach Beendigung der Tagung wurden die Organisatoren von Magomed Daudov – der Herr genannt – angerufen und zu einem Treffen mit dem Präsidenten eingeladen. Ruslan Kutayev kam dieser Aufforderung nicht nach. Einen Tag später, am 20. Februar 2014, wurde er verhaftet. Laut offiziellen Informationen haben ihn die Sicherheitstruppen im Dorf Gechi zufällig kontrolliert. Bei der Durchsuchung wurden in der Gesäßtasche Kutayevs, der keine Drogen nimmt und Nichtraucher ist, 3 Gramm Heroin gefunden. Nach seiner Festnahme wurde er gefoltert und zu einem Geständnis gezwungen. Laut Kutayevs Aussage haben auch der Stellvertreter des tschetschenischen Innenministers Apti Alaudinov und der Leiter des Präsidentenbüros Magomed Daudov aktiv an der Folterung teilgenommen. Kutayev wurde nackt in einem Keller gefangen gehalten, eine Axt wurde ihm in den Nacken gehalten und gleichzeitig wurde er mit Strom gequält. Während der Folterung verlor er mehrmals das Bewusstsein, er erlitt eine Gehirnerschütterung, umfangreiche Quetschungen und Prellungen, hatte Rippen- und Kieferverletzungen. Sie zeigten in Fotos von seinem Neffen. Aus den aktuellen Fotos sollte er erkennen, dass er und seine Familie unter ständiger Beobachtung stehen. »Der physische Schmerz ist weg, meine Wunden sind verheilt, aber die Gewissheit, dass die Regierung die Sicherheitstruppen dazu benutzt, um gegen Politiker, Zivilaktivisten und Menschenrechtler zu kämpfen, erfüllt mich mit Entsetzten, weil ich weiß, dass diese Menschen ein ähnliches Schicksal erwartet.« sagte Kutayev in seiner Abschlussrede vor dem Gericht.

Im Jahr 2015 beginnt Apti Alaudinov, der stellvertretende Innenminister von Tschetschenien in Kooperation mit Kadyrows digitalem Troll Kommando gezielt alle Internetseiten anzugreifen, die Abreken ehren, welche sich der Deportation wiedersetzt haben. Insbesondere weibliche Kämpfer wie Laisat Baisarova, welche in Inguschetien als Abrek gegen die NKVD-Truppen auch Jahre nach der Deportation kämpfte, scheinen dem Machthaber durch Moskaus Gnaden nicht zu gefallen. Laisat Baisarova war einer von vielen Frauen, die sich dem Wald anschlossen und Widerstand leisteten und deren Schicksal im heutigen Tschetschenien zum Schweigen gebracht wird, weil Sie nicht dem weiblichen Bild von Ramzan Kadyrow entspricht. In Tschetschenien ist die massive Ungleichbehandlung, ja Unterdrückung der Frauen Teil der russischen Regierungspolitik. Auch wenn Ramsan Kadyrow behauptet, eine muslimisch geprägte Republik zu führen, die sich nach den Regel des traditionellen tschetschenischen Adat richte und an der russischen Verfassung orientiere, ist es doch seine eigene zutiefst chauvinistische und frauenfeindliche Politik, die den Alltag der Frauen in Tschetschenien bestimmt. Diese massive Einmischung Kadyrows in Familienangelegenheiten der Zivilbevölkerung widerspricht auch den Traditionen in Tschetschenien selbst. Diese Eheschließung ist ein weiterer Schritt – nach der Einführung einer Kleiderordnung für Frauen 2010/2011 (Kopftuch, lange Röcke), dem Verbot, Bärte, bzw. lange Bärte zu tragen für Männer etc. – hin zu einer massiven Kontrolle auch des Privatbereichs. Kadyrov ist davon überzeugt, Tschetschenien und auch seine Bürgerinnen und Bürger seien sein Besitz, das hat er in mehreren Fernsehinterviews gesagt.

Im Februar 2017 begann der Bau der »Grosny Mall«, welche Teil von Ramzan Kadyrov neustem Projekt ist – der »Achmat-Turm« ein 435 Meter hohes Gebäude mit einem Museum, dass seinem Vater gewidmet ist. Aktiv wirbt Kadyrov auf seinem eignem Instagram account für den Bau und betreibt massive Werbung, die Begeisterung der Bewohner von Grosny dagegen hält sich in Grenzen. Viele schätzen nicht sonderlich, dass Dank des riesigen Turms auf der anderen Straßenseite von der zentralen Moschee, diese buchstäblich im Schatten des Geschäftszentrums stehen wird. Ein Zaun, der das Gebiet der zukünftigen »Grosny Mall« umgibt, schließt sich eng an die Gedenkstätte an die Opfer der Deportation von Dschhugaschwili am 23. Februar 1944 an. Die Bewohner befürchten, dass wegen der zuvor beschriebenen Ereignissen in der Vergangenheit das Denkmal völlig zerstört wird, obwohl die Behörden das Gegenteil versichern.

Weil das Gebäude in der Russischen Föderation am höchsten ist – 59 Meter höher als der »Vostok« Turm des Moskauers »Verband«Komplex – wurde es bereits als Turm von Babel bezeichnet. Obwohl Variationen ähnlich der biblischen Erzählung vom Turmbau zu Babel in der islamischen Tradition existieren, ist das zentrale Thema vom Gott der die Menschheit auf der Grundlage Sprache trennt dem Islam fremd, nach Ansicht des Autors Yahiya Emerick. Im islamischen Glauben, so argumentiert er, schuf Gott die Nationen, um sich zu kennen und nicht zu trennen – doch Kadyrov kümmert sich wenig darum, der selbsternannte Beschützer der Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem feierte noch 2011 feucht fröhliche Heiligabend als Weihnachtsmann verkleidet. Dasselbe Jahr als der Präsident von Tschetschenien für sich beschloss, dass es ehrwürdiger wäre am 10.Mai mit den Föderalen seinen Vater zu feiern, als am 23. Februar ein anständiges Andenken an Aardakh erlauben. Was sind schon die Gräber der Großväter im Vergleich zu einem Geschäftszentrum?

Koban Kunta

1. Im gleichen Monat wurden auch Sarema Sadulajewa und Alik Umar Dschabrailow, welche sich für die Kinder des Krieges einsetzten wie Natalia Estemirova entlang der R217 nach Inguschetien gebracht und getötet. Das schneiden der Spur indem man die Leiche in die benachbarte Republik bringt ist ein altes Spiel der Operative.

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