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Neuer rassistischer ├ťbergriff in Polen

Bereitgestellt von am Friday, 8 August 2014.    99 views Kein Kommentar
Neuer rassistischer ├ťbergriff in Polen

Die polnische Tageszeitung “Wyborcza” berichtet, dass ein weiterer rassistischer ├ťbergriff in der Stadt Bia┼éystok (Polen) beobachtet wurde.

Gem├Ą├č der vorliegenden Information haben am 10. Juli 2014 unbekannte M├Ąnner das Auto eines Tschetschenen in Brand gesetzt. Das Opfer Albert Umarow erz├Ąhlt in flie├čendem Polnisch, dass er nicht wei├č, was die T├Ąter von ihm und seiner Familie wollten, sie halten sich an die Gesetze und machen auch sonst keine Probleme.

Albert Umarow und seine Familie verlie├čen ihre Heimat aufgrund der anhaltenden russischen Milit├Ąrbesatzung auf tschetschenischem Boden. 2010 kamen sie nach Polen. Nach einer langen Wartezeit erhielten sie im September 2013 “subsidi├Ąren Schutz”, was bedeutet, dass Polen sie als Schutzberechtigte anerkennt und ihnen damit die gleichen Rechte wie f├╝r Fl├╝chtlinge einr├Ąumt. Jedoch konnten Sie mit diesem Status keinen Frieden finden. Die Familie Umarow lebte nach ihrer Ankunft in einem Fl├╝chtlingslager in Lublin, aber aufgrund der Drohungen, die sie telefonisch erhielten, f├╝hlten sie sich dort nicht sicher und verlie├čen die Stadt. Eine neue Stadt ├Ąnderte die Situation jedoch auch nicht, bei ihrer Ankunft in Bia┼éystok im Oktober 2012 schlug ein unbekannter Mann ihre T├╝r mit einer Axt ein. Bisher konnte die Polizei den T├Ąter nicht ermitteln. Danach wechselte die Familie Umarow ihren Wohnsitz. Im Oktober 2013 zerschlugen unbekannte M├Ąnner die Autofenster der Familie Umarow und wie zuvor konnte die polnische Polizei die T├Ąter nicht aufsp├╝ren. 2 Wochen sp├Ąter wurde ein zweiter Angriff beobachtet, Ziel war Albert Umarows Auto, erneut zerschlugen unbekannte M├Ąnner die Fenster seines Autos. Dieses Mal konnten die Ermittler den T├Ąter finden, offensichtlich war es ihr Nachbar, ein 20-j├Ąhriger junger Mann, der Tschetschenen hasst. Im Januar 2014 wurde der junge Mann zu einer Geldstrafe und zu einem Hausarrest unter elektronischer ├ťberwachung verurteilt.

Am 10. Juli 2014 um Mitternacht ging Alberts Sohn Jamal raus, um das Auto-Radio zu reparieren. In dem Moment sah er zwei M├Ąnner in Masken, die auf der Flucht waren, als ihr Auto in Flammen stand. Nach diesem Vorfall leitete die Polizei eine Untersuchung ein und gegenw├Ąrtig k├Ânnen sie nicht sagen, ob der j├╝ngste Angriff mit den Vorhergehenden in Verbindung steht.
“Sie warfen die Fenster meines Autos zweimal ein und z├╝ndeten es dann an. Wir kamen nach Polen mit der Hoffnung, Frieden zu finden. Wer wird uns sch├╝tzen?” fragt Albert Umarow.

F├╝r die tschetschenische Familie ist der materielle Schaden nat├╝rlich schmerzhaft, aber das Gef├╝hl der ├╝berw├Ąltigenden Angst ist am schlimmsten. Nun hat die Ehefrau Alberts sogar Angst davor, in den Park zu gehen mit ihren Kindern.

“Wir sind dem Land Polen und den Polen dankbar, dass sie uns in ihrem Land aufgenommen haben. Aber ich wei├č nicht, wie ich hier unter diesen Umst├Ąnden leben soll”, sagte Albert Umarow.

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