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Landschaften eines Krieges: Tschetschenien

Bereitgestellt von am Monday, 7 October 2013.    93 views Kein Kommentar
Landschaften eines Krieges: Tschetschenien

Landschaften eines Krieges: Tschetschenien (edition suhrkamp)
Autor: Juan Goytisolo, Thomas Brovot
Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (9. September 1996)
ISBN-10: 3518117688
ISBN-13: 978-3518117682
111 Seiten

Wenn man die Hintergr├╝nde des Tschetschenienkonflikts kennenlernen will und sich ein genaueres Verst├Ąndnis des dort Stattfindenden verschaffen m├Âchte: in Juan Goytisolos Landschaften eines Krieges: Tschetschenien ist es zu erfahren.Juan Goytisolo ist nicht nur unter Eingeweihten als Schriftsteller bekannt, der sich seine Meinung ├╝ber die Konfliktherde auf unserem Globus bildet, indem er in die entsprechenden Regionen reist, nachdem er sich zuvor intensiv mit der Geschichte dieser Auseinandersetzung vertraut gemacht hat. Juan Goytisolo war im Juni 1996 in Tschetschenien, jener zur Ru├čland geh├Ârenden Republik, die ihre Unabh├Ąngigkeit am 27. Oktober 1991 erkl├Ąrt hat und danach von russischen Truppen besetzt wurde. Dieser Konflikt findet sich zwar in den Schlagzeilen unserer Tageszeitungen und in den Nachrichtenmagazinen im Fernsehen – nirgends jedoch wird detailliert ├╝ber die Vorgeschichte, die Intentionen der Unabh├Ąngigkeitsk├Ąmpfer und die russischen Interessen in dieser Region informiert.

├ťber den Autor

Thomas Brovot lebt als ├ťbersetzer (u.a. Reinaldo Arenas, Juan Goytisolo, Federico Garc├şa Lorca) in Berlin.

Juan Goytisolo wurde am 5. Januar 1931 in Barcelona geboren. Er besuchte eine Jesuitenschule, begann danach ein Jurastudium und schrieb einen ersten – nie ver├Âffentlichten – Roman.

1953 brach er das Studium ab und unternahm mehrere Reisen nach Paris. 1954 ver├Âffentlichte er den Roman Juegos de manos, auf den zahlreiche weitere Romane folgten, die in viele Sprachen ├╝bersetzt wurden und den Autor zu einem der wichtigsten spanischen Autoren der Gegenwart machen. 1957 zog er nach Paris und nahm eine Lektoratst├Ątigkeit bei Gallimard auf, wo er sich f├╝r die Verbreitung der spanischen Literatur in Frankreich einsetzte. Seine B├╝cher waren von 1963 bis zum Tod Francos in Spanien verboten. Von 1961 bis 1964 unternahm er mehrere Reisen nach Kuba, Nordafrika und in den Nahen Osten. 1964 gab er die Verlagst├Ątigkeit auf, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Seit 1969 ├╝bernahm er Gastprofessuren u.a. an den Universit├Ąten La Jolla/Kalifornien, Boston und New York.

Juan Goytisolo hat sich mit Romanen wie La reivindicaci├│n del conde don Juli├ín (1970, dt. Die R├╝ckforderung des Conde Don Juli├ín, 1976) und El sitio de los sitios (1995, dt. Das Manuskript von Sarajewo, 1999) nicht nur als Literat einen Namen gemacht, sondern als kritischer, engagierter Geist auch vielfach zu politischen Themen in Form von Essays und Reportagen Stellung bezogen und sich dabei vor allem mit dem Islam auseinandergesetzt. In den neunziger Jahren besuchte er das vom Konflikt zwischen Islam und westlicher Welt gespaltene Algerien; w├Ąhrend dieser Reisen entstand Ein algerisches Tagebuch (es 1941). 1993 hielt er sich als Kriegsbeobachter in Sarajewo auf, wo er die Artikel Notizen aus Sarajewo verfa├čte, die zuerst bei der Frankfurter Rundschau publiziert wurden und sp├Ąter in der edition suhrkamp erschienen. 1996 bereiste er Tschetschenien und hat seine Eindr├╝cke und die Hintergr├╝nde des Konflikts in dem Band Landschaften eines Krieges: Tschetschenien festgehalten. Zum Thema Islam ver├Âffentlichte er auch die B├╝cher Kibla – Reisen in die Welt des Islams (2000) und Gl├Ąserne Grenzen (2004).

Sowohl sein literarisches als auch sein journalistisches Werk wurde mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet, so erhielt er z.B. 1993 den Nelly-Sachs-Preis und 2002 den mexikanischen Octavio-Paz-Preis. F├╝r sein Gesamtwerk wurde er 1985 mit dem Prix Europalia der Europ├Ąischen Gemeinschaft geehrt.

2004 wurde Goytisolo mit dem Juan-Rulfo-Preis f├╝r lateinamerikanische und karibische Literatur ausgezeichnet. Das Werk Juan Goytisolos zeichne sich durch ┬╗Vielfalt, Erfindungskraft und den Dialog zwischen arabischer, christlicher und j├╝discher Kultur aus┬ź, so die Begr├╝ndung der Jury.

2006 erschien sein vielbeachteter Roman Der blinde Reiter.

Juan Goytisolo lebt abwechselnd in Marrakesch und Paris.

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