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Slowakei lieferte gebĂĽrtigen Tschetschenen nach Russland aus

Bereitgestellt von am Thursday, 10 July 2014.    59 views Kein Kommentar
Slowakei lieferte gebĂĽrtigen Tschetschenen nach Russland aus

Die Slowakei hat Anzor Chentiev, einen Asylbewerber aus der von Russland besetzten Tschetschenischen Republik Itschkeria, nach Russland ausgehändigt.

Nach einer fast acht Jahre andauernden PrĂĽfung durch die Behörden der Slowakei hatte der slowakische Justizminister im Mai 2014 eine endgĂĽltige Entscheidung getroffen, um der Bitte der Russischen Föderation nachzukommen – und lieferte ihn letztendlich nach Russland aus.

Anzor Chentiev erwartet eine strafrechtliche Verfolgung mit terrorismusbezogenen Anklagen, die durch die russischen Behörden eingeleitet werden. Anzor Chentiev kam 2005 in der Slowakei an und bewarb sich um Asyl. Gemäß seinem Rechtsanwalt wurde er 2006 inhaftiert (wo er bis zu seiner Auslieferung blieb), aufgrund eines Auslieferungsgesuchs der russischen Generalstaatsanwaltschaft, für die es keine Grundlage oder stichhaltigen Beweise gab. Die Anklage des russischen Staatsanwalts beruht auf der Aussage einer Person, A. M. Mukayev, der später zugab, dass er die Erklärung unter Folter abgab.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft verdächtigte man Anzor Chentiev des Angriffs auf zwei Soldaten der russischen Besatzungstruppen, die in Grosny getötet wurden. Laut der Aussage Russlands haben “Anzor Chentiev und seine Komplizen im Jahre 2001 zwei Mitarbeiter des Innenministeriums in Grosny getötet. Anzor Chentiev hat vermutlich als Teil einer kriminellen Bande agiert. Er wurde in Russland aufgrund von Ăśberfällen und Angriffen auf militärische Offiziere bereits strafrechtlich verfolgt.”

Wohlgemerkt, Anzor Chentiev hat keinerlei Verbrechen gegen die Slowakei, Russland oder gegen ihr Volk begangen. Er hat lediglich seine Heimat und die tschetschenischen Familien gegen den brutalen Einmarsch der Russen in Tschetschenien verteidigt. Jedoch musste er nach einer gewissen Zeit seine Heimat am 28. Dezember 2005 verlassen. Er war auf der Suche nach Zuflucht in einem europäischen Land. Als Kriegsteilnehmer verstößt damit Anzor Chentievs Auslieferung an Russland gegen eine ganze Reihe von internationalen Konventionen.

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