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Schatten eines Blitzes

Bereitgestellt von am Tuesday, 8 October 2013.    98 views Kein Kommentar
Schatten eines Blitzes

Schatten eines Blitzes
Autor: Apti Bisultanov
Ăśbersetzer: Ekkehard MaaĂź
Verlag: Kitab; Auflage: 1 (2005)
ISBN-10: 3902005378
ISBN-13: 978-3902005373
120 Seiten

Apti Bisultanov wurde 1959 in Goitschu geboren, einem Ort nahe bei Urus-Martan, und gehört dem Teip (Sippe) der Gucho an. Er wuchs wie fast alle Tschetschenen zweisprachig auf, mit der offiziell verbotenen tschetschenischen Volkssprache und dem Russischen. Von 1977 bis 1982 studierte Apti Bisultanov an der Philologischen Fakultät der Tschetschenisch-Inguschischen Staatsuniversität in Grozny, wo er nach dem Studium bis 1983 Vorlesungen hielt. Es folgte ein Jahr Arbeit im Lektorat des Inguschisch-Tschetschenischen Staatsverlages. Von 1984 bis 1992 leitete Apti Bisultanov die Herausgabe des Kinderzeitschrift „Raduga“ in Grozny. 1986 erschien sein erster Gedichtband „Noch – ze – tschö“ (Pflug – Feuer – Haus). Der Titel assoziiert das Wort „Nochtschitschö“ (Land der Tschetschenen). 1988 folgt der Band „Zcha Illi“ (Das Lied), 1991 „Tkesan Indare“ (Schatten eines Blitzes). Er enthält u. a. das Poem „Was in Chaibach geschah“, welches den Opfern der stalinistischen Deportation im Februar 1944 gewidmet ist. Es beschreibt den Bewusstseinswandel des tschetschenischen Volkes angesichts der Erlebnisse der Deportation, die wie ein Blitz in die sowjet-tschetschenische Gesellschaft einschlug und bei der ein Drittel aller Tschetschenen umkam. Bisultanov ist ein moderner Dichter, der alttschetschenische Traditionen mit Stilmitteln der Moderne verbindet. Seine dichterische Sprache ist kunstvoll und enthält eine Fülle von Reimen, Querreimen und Klangassoziationen vom schweren Rhythmus des tschetschenischen Heldenliedes bis zum vers libre. Viele Gedichte Bisultanovs wurden vertont und leben als Lieder im tschetschenischen Volk. Er unterstützte von Anbeginn die Unabhängigkeitsbewegung und wünscht mit großer Leidenschaft ein freies Tschetschenien. 1999 wurde er zum Vize-Premier für Soziales ernannt. Am 1. Februar 1999 floh er in die Berge. Sein Heimatdorf wurde durch Angriffe der russischen Artillerie vollständig zerstört, Verwandte, Nachbarn und Freunde kamen um.

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