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Appel des Premierministers der Tschetschenischen Republik Ichkeria an die G20 -Staatschefs

Bereitgestellt von am Thursday, 26 November 2015.    438 views Kein Kommentar
Appel des Premierministers der Tschetschenischen Republik Ichkeria an die G20 -Staatschefs

Die Regierung der Tschetschenischen Republik Ichkeria bekundet seine SolidaritÀt mit den Menschen in Frankreich und möchte sein aufrichtiges Beileid den Familien und Freunden der Getöteten und Verletzten aussprechen. Wir verstehen und teilen ihren Schmerz, den Schmerz des Verlustes und des Schreckens.

Frankreich wurde angegriffen, ein Land von Wissenschaftlern und weltberĂŒhmten Kulturschaffenden, das Land der Voltaire und Balzac, Dumas und Saint-ExupĂ©ry, Hugo, Robespierre und vielen anderen, deren Namen in goldenen Buchstaben in der Geschichte der menschlichen Zivilisation eingeschrieben sind; Frankreich hat Millionen leidenden und verfolgten Menschen, aus anderen LĂ€ndern Zuflucht gewĂ€hrt und ihnen ein menschenwĂŒrdiges Leben ermöglicht.

Wir schĂ€tzen die Haltung der französischen BĂŒrger zum barbarischen Terrorakt der anti-islamischen KrĂ€fte die unter Kontrolle vom Aggressor- Staats sind hoch ein. Eines Staates, das die letzten 15 Jahre nicht nur die BĂŒrger der Tschetschenischen Republik, Georgien, der Ukraine sondern auch der restlichen zivilisierten Welt in Furcht und Angst hĂ€lt.

Wir wurden Zeugen einer Entstehung der terroristischen Enklave namens „Islamischer Staat“ (ISIS). Die Regierung der Tschetschenischen Republik Ichkeria verkĂŒndet mit aller Verantwortung, dass der Hauptsponsor dieser terroristischen Gruppierung die Russische Föderation ist. Wir bedauern, dass wir nicht im Stande waren uns alleine der militĂ€rischen Macht Russlands zu wiedersetzen, die nicht nur Massenmord und Völkermord in Tschetschenien begangen hat, sondern auch zur Schaffung von Terrororganisationen beigetragen hat, um den Befreiungskampf des Volkes zu diskreditieren.

Die enormen menschlichen Verluste, die unser Volk im Kampf fĂŒr die nationale Befreiung erlitten hat und die GleichgĂŒltigkeit der internationalen Gemeinschaft zu diesen ungeheuerlichen Verbrechen des russischen MilitĂ€rs in Tschetschenien, haben es dem Kreml ermöglicht ein Gegengewicht zu der legitimen Tschetschenischen Republik Ichkeria, nĂ€mlich einer Terroreinheit namens “Kaukasischer Emirat” entstehen zu lassen. Ziel Russlands war den nationalen Befreiungskampf Tschetscheniens, in die Kategorie des “internationalen Terrorismus” um zu qualifizieren, um den Völkermord an dem tschetschenischen Volk zu rechtfertigen.

Leider geschah dies mit der stillen Zustimmung der WeltmĂ€chte. Die Ermordung des tschetschenischen Volkes wurde zur einen “inneren Angelegenheit ” Russlands und das Kreml Regime wurde zum Teil einer Koalition gegen den internationalen Terrorismus. Allerdings war V. Putins Russland nie ein vollwertiger Partner in dieser Koalition gewesen, weil es lediglich seine kriminellen Interessen verfolgt hat.

V. Putin, der ĂŒber Russland seit 15 Jahren regiert, hat mehrmals wiederholt, dass der Zusammenbruch der Sowjetunion “die grĂ¶ĂŸte geopolitische Katastrophe” gewesen ist. Folgend dieser Paradigma die Politik Russlands in den letzten 15 Jahren wurde mit dem Hauptziel gestaltet, den im Jahr 1991 eingestĂŒrzten Reich neu wiederherstellen.

Lediglich der verzweifelte Widerstand verzögerte die russische Aggression gegen Georgien und die Ukraine. Russische Aggression gegen Georgien wurde von der internationalen Gemeinschaft im Geiste eines Kompromisses akzeptiert und die Annexion von 20% der georgischen Gebiete wurde Russland zum Ansporn die Halbinsel Krim zu annektieren und ebenso die Schaffung einer Konfliktzone in den östlichen Regionen der Ukraine einzurichten.

Zur gleichen Zeit haben die russischen Geheimdienste die Mitglieder des Widerstands aus dem Nordkaukasus zum Ausreisen nach Syrien getrieben. Auf der einen Seite war dies aufgrund der Tatsache, dass die Marionettenregierung insbesondere in der besetzten Tschetschenischen Republik die Verwandten der KĂ€mpfer zu terrorisieren begann: es wurden HĂ€user verbrannt, MĂ€nner und Frauen verhaftet, gefoltert und somit Menschen aus dem besetztem Land vertrieben. Auf der anderen Seite, denjenigen mit dem Wunsch nach Syrien auszureisen haben die Sicherheitsdienste und Polizei neue russische Innen- und Außen PĂ€sse ausgestellt sowie finanzielle Mittel fĂŒr die Reise zur VerfĂŒgung gestellt. In den letzten 4 Jahren ist auf dieser Weise der ganze aktive Widerstand von mehreren tausend Menschen vom Nordkaukasus nach Syrien ausgewandert.

Und die Auswanderung findet weiter statt. Dieser Prozess war fĂŒr Moskau sehr wichtig vor allem, weil die ehemalige Saddam Husseins AnhĂ€nger innerhalb des „Islamischen Staats“, auf die Kreml zĂ€hlte, blieben hinter seinen Erwartungen. Ethnische und religiöse Differenzen sind die Ursachen, dass die Bevölkerung in einer Krise sich nicht konsolidieren und einen organisierten bewaffneten Kampf nicht fĂŒhren kann. Deshalb hat Moskau den Araber versprochen, ihnen zu helfen beim Senden von Tschetschenen, die im Mittleren Osten als qualifizierte KĂ€mpfer gelten und fĂŒr ihren Mut geschĂ€tzt sind.

Aus diesem Grund mit voller Verantwortung behaupten wir, dass die ISIS von Russland konzipiert, erstellt und unterstĂŒtzt wird im Gegensatz zu der westlichen Koalition. In der Wiederbelebung der alten Ambitionen der Sowjetzeit, versucht die russische FĂŒhrung auf der einen Seite, die Rolle einer Großmacht zu spielen, und die ehemaligen sowjetischen Satelliten Staaten zu unterwerfen. Auf der anderen Seite, versucht Russland die MilitĂ€rbasis in Syrien zu erhalten, um sich abzusichern falls die syrische Opposition an die Macht kommt.

Wir stellen mit Bedauern fest, dass die internationale Gemeinschaft eher passiv auf das Verhalten von Russland reagiert. Wir verstehen wie die internationale Politik funktioniert, aber wir können dieses Verhalten von SelbsttÀuschung nicht begreifen.

Vor kurzem, wĂ€hrend den militĂ€rischen Auseinandersetzungen im Osten der Ukraine, die russische Luftabwehr hat ein Passagierflugzeug Boeing 777 Malaysia Airlines abgeschossen und damit 295 unschuldige Menschen getötet, darunter auch Kinder. Anstatt der Aufforderung die TĂ€ter vor Gericht zu ziehen, die internationale Gemeinschaft hat sich in kleinliche Auseinandersetzungen begeben, bei denen diese verbrecherische Handlung seine AktualitĂ€t verloren hat. Aufgrund des Angriffskrieges in der Ukraine wurden Sanktionen gegen Russland verhĂ€ngt. Hunderte V. Putins Vertrauten wurden in den Sanktionslisten einbezogen. Doch V. Putin selbst ist immer noch von persönlichen Sanktionen nicht betroffen, auch wenn in Ă€hnlichen Situationen die andere Staatschefs verschiedenen EinschrĂ€nkungen unterliegen. DarĂŒber hinaus er ist offen provokativ und ignoriert die internationalen Regeln. Er muss sein Spiel mit Sieg beenden. Eine andere Auswahl hat er nicht.

Vor ein paar Tagen, hat die Welt erfahren, dass Herr V. Putin nicht auf die APEC-Konferenz auf den Philippinen teilnehmen wird. Stattdessen wird V. Putin zur G20 Konferenz reisen. Es ist unsere tiefe Überzeugung, dass der Terroranschlag auf Frankreich ein WerkstĂŒck Putins ist um auf der G20 aufzutreten, wo er die G20 Staatschefs fĂŒr den Kampf gegen die terroristische Bedrohung drĂ€ngen wird. Wenn die Weltspitze die Bedingungen von V. Putin akzeptieren wird, in der Tat, wird es bedeuten, dass die Opfer des Terrorismus unter V. Putin vereint werden. Die Zukunft der zivilisierten Welt ist heute abhĂ€ngig von der Entschiedenheit der Positionen der Westpolitiker und ihre Verantwortung fĂŒr die getroffenen Entscheidungen.

15.11.2015

Premierminister der Tschetschenischen Republik Ichkeria
Achmed Zakaew

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