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Innerhalb der Familie in der tschetschenischen Kultur

Bereitgestellt von am Monday, 7 October 2013.    602 views Kein Kommentar
Innerhalb der Familie in der tschetschenischen Kultur

Respektieren der Älteren. Ausnahmslos jede tschetschenische Familie respektiert und achtet die Ă€lteren Generationen ihrer Mitglieder, insbesondere die Eltern.

Eltern leben ĂŒblicherweise mit ihren Söhnen zusammen. Eine gute Schwiegertochter verbringt den Tag im Haus ihrer angeheirateten Verwandtschaft. UnabhĂ€ngig davon erledigt sie ihre Angelegenheiten. Das Erste, was die Söhne machen, sobald sie abends nach Hause kommen, ist es, die Eltern zu sehen, mit ihnen zu sprechen und die Freuden und Sorgen des Tages mit ihnen zu teilen.

Es sind nicht nur ihre Kinder, sondern alle Familienmitglieder, die sich um die Älteren kĂŒmmern. In Tschetschenien werden GroßvĂ€ter gewöhnlich “große VĂ€ter” und die GroßmĂŒtter einfach “MĂŒtter” genannt. Manchmal gehorchen Kinder ihren MĂŒttern nicht. Man vergibt ihnen. Jedoch ist es absolut unzulĂ€ssig, dem Großvater, der Großmutter oder anderen Vertretern der Ă€lteren Generation der Familie oder Nachbarn den Gehorsam zu verweigern.

Nur ein ungezogener Mensch bleibt sitzen in Gegenwart von Älteren oder setzt sich ohne wiederholte Aufforderung der Älteren. Es ist unzulĂ€ssig, in Gegenwart der Eltern oder Verwandten Alkohol zu trinken. Man muss sich bemĂŒhen, sich zu benehmen und kann die Stimme in Gegenwart von Älteren nicht erheben.

Wenn die Eltern getrennt von ihren Söhnen leben, sind die Kinder besonders aufmerksam gegenĂŒber ihnen: die beste Essensschale z.B. werden den Eltern gereicht. Es ist eine alte Tradition im lĂ€ndlichen Tschetschenien, dass die Eltern in einem kleinen, von ihren Kindern gebauten Haus leben, direkt nebenan. Die Kinder sind bemĂŒht, ihren Eltern die bequemsten Bedingungen zu schaffen und alle Anforderungen zu decken, die altersbedingt entstehen.

Beziehungen zwischen Familienmitgliedern. Die meisten tschetschenischen Familien sind groß. Mehrere BrĂŒder leben, ĂŒblicherweise zusammen mit ihren Familien, im selben Dorf oder gar auf demselben GrundstĂŒck. Sie verfolgen aufmerksam die uralten Regeln fĂŒr Familienbeziehungen.

Konflikte und Streitigkeiten zwischen ihren Kindern oder Frauen werden durch die Àltesten MÀnner oder weiblichen Familienmitglieder beigelegt.

Wenn jemand die GefĂŒhle ihrer Kinder verletzt hat, sollte sich die Mutter der Familie nicht bei ihrem Ehemann beschweren. Sie sollte sich schlimmstenfalls an die Verwandten ihres Mannes wenden, es zeugt jedoch von schlechten Manieren, Kinderstreitigkeiten, Groll und TrĂ€nen Aufmerksamkeit zu schenken.

Tschetschenische Kinder wissen, dass ihr Onkel der Erste ist, der ihre WĂŒnsche erfĂŒllt oder ihnen hilft. Ein Onkel wĂŒrde noch eher seinem eigenen Sprössling sagen, dass er ihn in Ruhe lassen soll. Er wĂŒrde jedoch nicht den Wunsch seines Neffen oder seiner Nichte unbeachtet lassen.

Die Ă€lteren Familienmitglieder fĂŒhlen sich verantwortlich fĂŒr das Wohlergehen der jĂŒngeren Generation. Die jĂŒngere Generation fĂŒhlt sich verantwortlich fĂŒr ihre Älteren. Die Älteren sind dafĂŒr verantwortlich, Familienbeziehungen zu festigen. Die Eltern geben ihr Bestes, um fĂŒr Einklang und VerstĂ€ndnis in den Familien ihrer Söhne zu sorgen. Sie mĂŒssen sehr aufmerksam zu ihrer Schwiegertochter sein. Der Schwiegervater muss es tunlichst vermeiden, die GefĂŒhle seiner Schwiegertochter zu verletzen: sie sollte ihn nie unpassend gekleidet sehen und er sollte kein Alkohol trinken, wenn einer von ihnen in der NĂ€he ist.

Familienehre. Tschetschenen sind es gewöhnt, alle Verdienste und Defizite auf eine Familienrechnung zu setzen. Wenn einer einen Fehler begangen hat, verdunkeln sich die Minen der vielen Verwandten und die ganze Familie lĂ€uft mit gesenkten HĂ€uptern herum. Wenn jemand etwas Gutes vollbracht hat, sagen die Menschen “was anderes hĂ€tten wir auch nicht erwartet vom Mitglied einer feinen Familie”, oder “der Sohn eines solchen Vaters hĂ€tte sich nicht anders verhalten können”.

Kinder, die im Geist der familiĂ€ren Traditionen erzogen werden, sind wettbewerbsorientiert. Sie möchten “yach” sein, das heißt “besser als die anderen”. Ihre StammesĂ€ltesten bestehen darauf, dass sie “yach, unter keinen UmstĂ€nden schlechter als ihre Spielkameraden” sein sollen. Sie dĂŒrfen weder zulassen, dass ein anderer einen SchwĂ€cheren verletzt noch dĂŒrfen sie selbst einen Streit beginnen.

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